Birgit Baltner

Labrador-Retriever vom Aggenstein

Amber vom Aggenstein: Dummy-A-Prüfung mit „sehr gut“ bestanden

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birgit_amber_chelsea

Fliegende Dummys, Appell und Memory, tolle Spürnasen, ein übles Gewitter und ein Riesenerfolg: Zwei aufregende Wochenenden liegen hinter dem Aggensteiner-Rudel: Am 5. und 6. Juli waren wir bei Hundetrainerin Silke Natterer zum Dummy-Trainingswochenende. Gestern wurde es dann ernst: Amber trat in Krauchenwies zur ersten Dummy-A-Prüfung an – und bestand glänzend mit 73 von 80 möglichen Punkten.

Aber der Reihe nach: Silke Natterer ist eine Hundetrainerin, die auch Retriever züchtet und außerdem eine Jagd gepachtet hat. Wir konnten daher in ihrem tollen Waldgelände bei Neu-Ulm trainieren. Dabei hatten die Übungen allesamt ein sehr hohes Niveau, so dass unsere Aggensteiner viel Spaß hatten, jede Menge Neues lernten und dabei oft ganz schön ins Grübeln kamen.

Dummy auf der Kuppe
Amber hatte am zweiten Tag ihr Schlüsselerlebnis: Es ging darum, ein verdeckt hinter einer Hügelkuppe geworfenes Dummy zu holen. Und dann ein vor der Kuppe unter Laub verstecktes Dummy zu finden, dass zuvor nicht angezeigt worden war (oder umgekehrt). Eine schwierige Übung, denn der Hund muss vor der Kuppe mit einem Pfiff gestoppt und dann zum Suchen animiert werden. Amber brachte den geworfenen Dummy problemlos, dann saß sie auf der Kuppe und wir konnten sehen, wie es in ihr arbeitete: „Was will Frauchen bloß von mir?“

Das Tolle am Seminar: Silke Natterer baut die Übungen leistungsgerecht auf, reagiert immer richtig auf die Hunde und lässt jeden zum Erfolg kommen. Schwierige Übungen wie das Treiben, bei dem Dummys unter Lärm versteckt und die Hunde vor dem Apportieren durch andere Reize abgelenkt werden, erläuterte sie ausführlich. Andere Abläufe wurden in einzelnen Schritten erarbeitet und dann insgesamt umgesetzt. So lernten wir auch das „Buschieren“, bei dem Dummys direkt am Wegesrand versteckt werden. Für Amber und Chelsea eine schwierige Übung, da sie bislang fast nur Distanzsuchen gewohnt waren.

Insgesamt war das Wochenende unglaublich lehrreich, motivierend und einfach toll. Zumal wir mit dem Wohnmobil angereist waren und so noch einen gemütlichen Abend am Lagerfeuer vor der Jagdhütte verbringen konnten.

birgit_mit_amber

Dummy-A-Prüfung in Krauchenwies
Etwas weniger gemütlich verlief unsere erste Dummyprüfung am Samstag, 12. Juli, im Schlosspark des hübschen schwäbischen Örtchens Krauchenwies (bei Sigmaringen). Das hatte zwei Gründe: Zum einen ließ sich eine gewisse Nervosität erst nach Beginn der Prüfung abschütteln. Zum zweiten gab es vor der vierten und letzten Übung ein gewaltiges Gewitter inklusive Hagelschauer. Prüfungsleiterin Petra Behringer musste eine halbstündige Zwangspause einläuten, bevor die sieben klatschnassen Teilnehmer der Nachmittagsrunde zur Einzelmarkierung Wasser antreten konnten.

Diese absolvierte Amber mit der Höchstpunktzahl von 20 Punkten, ebenso die Einzelmarkierung Land, für die sie sogar mit Szenenapplaus bedacht wurde. ;-) Zusammen mit der Verlorensuche (16 Punkte) sowie Appell und Memory (17 Punkte) ergab sich eine sichere Qualifikation, das viertbeste Ergebnis und die Note „sehr gut“. Ohne die anfängliche Nervosität wären sicher noch mehr Punkte drin gewesen, aber das spielte beim anschließenden Feiern im Gewölbekeller eines örtlichen Gasthauses keine Rolle.

Amber kann jetzt zu Dummy-F-Prüfungen für fortgeschrittene Labis antreten, außerdem zu Working Tests. Diese Chance werden wir sicher nutzen, zumal man bei Trainings- und Prüfungswochenenden immer jede Menge nette Menschen und Hunde kennenlernt. ;-)

Prüfungsablauf:
1. Verlorensuche: Drei von fünf in einem 20 x 20 Meter großen Gelände musste vom Hund apportiert werden.
2. Appell und Memory: Hundeführer und Hund gehen voran, bis ein Schuss ertönt. Zeitgleich fliegt ein Dummy. Es wird weitergelaufen bis zu einem zweiten Schuss. Dann wird der Hund geschickt und apportiert das Dummy.
3. Einzelmarkierung Land: Ein Dummy wird mit Schuss geworfen, der Hund markiert und apportiert es.
4. Einzelmarkierung Wasser: Das Dummy wird ins Wasser geworfen und vom Hund apportiert.
Der Hundeführer darf bei jeder Übung den Hund erst nach Aufforderung durch den Prüfer schicken. Springt der Hund ein, gilt die Prüfung als nicht bestanden.

Falls Ihr weitere Fragen zur Prüfung habt oder einfach nur gratulieren wollt, freuen wir uns auf Eure Kommentare. Bis bald!

PS: Leider gibt es keine Fotos von Dummytraining und Prüfung, da der Fotograf selbst helfen bzw. unsichtbar bleiben musste ;-)

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