Birgit Baltner

Labrador-Retriever vom Aggenstein

Die Welpen sind da! Und jetzt: Daumen drücken!

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Es ist ja nicht so, dass wir in unserem Leben Mangel an Aufregung hätten. Bei einer fünfköpfigen Familie ist eigentlich immer was los. Aber so dramatisch wie die letzten drei Tage waren, das hat’s selten gegeben. Und das Ende ist noch nicht ganz abzusehen. Stand heute (Sonntag, 15. Oktober) ist, dass Amber drei Labrador-Welpen geworfen hat, von denen einer leider schon vor der Geburt gestorben war. Wie das kam und warum wir jetzt noch zittern müssen, erfahrt Ihr hier chronologisch.

Donnerstag, 12.10.
Woran merkt man, dass es losgeht mit der Geburt? Zum Beispiel daran, dass Amber die Wurfkiste bezieht. Es ist Tag 59 von 60 geplanten und wir sind bereit. Wäschekorb mit Heizkissen, Tücher, Waage, Markierstifte, alles da. Auch die Vorfreude, ganz gewaltig sogar.

Freitag, 13.10.
Der Tag verläuft zunächst ereignislos, Amber fängt allerdings früh an zu hecheln und bleibt in der Kiste, die wir mit einem Spannbetttuch abgedeckt haben – wegen des Höhlen-Feelings. Abends setzen dann die Wehen ein, doch wir warten vergebens auf die Welpen.

Samstag, 14.10. – Geburtstag

Um 2 Uhr 12 am Samstagmorgen ist es soweit: Nach langem Kampf kommt der erste Welpe auf die Welt – eine blonde Hündin, Geburtsgewicht: 397 Gramm, also ganz nah am Idealgewicht von 400 Gramm. Wir nennen sie Beatles, weil sie so schön singt. So ein Welpe bringt mit seinem melodischen Fiepen jedes Herz zum Schmelzen, das hat die Natur klug eingerichtet. Amber begrüßt die Tochter mit wildem Abschlecken und Säubern. Bei uns gibt’s die ersten Glückstränen.

Leider passiert dann bis 4 Uhr nichts mehr. Dann platzt eine Fruchtblase, doch Ambers Wehen werden schwächer und wir sind ratlos. Die Austreibungsphase kommt nicht, wir informieren die Tierärztin und fahren hin.

Der Ultraschall bringt ein trauriges Ergebnis: Die Ärztin findet zwar die beiden Welpen, aber keine Herztöne. Sie erwartet allerdings, dass die Welpen auf natürlichem Weg zur Welt kommen und kein Kaiserschnitt erforderlich sein wird. Wir wollen die OP natürlich unbedingt vermeiden, hoffen das Beste und kehren nach Hause zurück. Es gibt wieder Tränen, diesmal aus Trauer, und wir zittern um Amber.

Um 12.30 Uhr kommt ein toter Welpe zur Welt. Wieder eine blonde Hündin. Traurig, aber wir schöpfen Hoffnung, dass Amber der Kaiserschnitt erspart bleibt. Doch die Stunden vergehen und es passiert nichts. Immerhin: Amber geht es gut. Wir gehen alle zwei Stunden mit ihr an die frische Luft, Bewegung soll laut der Tierärztin helfen.

Um 18.13 Uhr geschieht dann das kleine Wunder: Amber wirft den dritten Welpen, Ihr ahnt es schon: eine blonde Hündin. Und sie lebt! Wir sind vollkommen aus dem Häuschen und natürlich gibt es wieder Tränen. Die Kleine wird erst Mal „Bubbles“ getauft, ihr Geburtsgewicht: 250 Gramm.

Das ist wenig. Sehr wenig. Wir überraschen die Tierärztin mit unserem Lebenszeichen, die daraufhin eine Frist setzt: „Die nächsten 48 Stunden sind kritisch.“ Das heißt wachbleiben, den Welpen warmhalten, Daumen drücken. Wir teilen ein, wer wann aufbleibt. Amber hat jetzt zwei Pelzknäuel zum Abschlecken. Dann noch ein erstes Aufatmen: Bubbles trinkt.

Sonntag, 15.10.
Am Morgen wiegen wir die Labrador-Welpen und sind zufrieden: Beatles hat etwa 60 Gramm, Bubbles knapp 30 Gramm zugenommen. Sie ist zwar deutlich kleiner, schlägt sich aber wacker, wenn es an die Zitzen geht. Anschließend ist sie müde, Zeit also für diesen Blogeintrag. Drückt uns die Daumen, dass weiterhin alles glatt geht.

PS: Liebe Welpen-Interessenten,
wir hoffen, Ihr lest hier mit, Telefonieren schaffen wir heute noch nicht. Wir melden uns aber so schnell wie möglich, versprochen. Liebe Grüße und bis bald.

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